Macht lernen – durch zuschauen

Wer sich für Macht interessiert, konnte in den letzten Tagen den ganzen Tag spannendes sehen und hören: Söder oder Laschet, Baerbock oder Habeck, sie gaben täglich inputs zum Thema. Und die Medien drumherum performten mit. Da interpretiert Söder seine Niederlage als ‚die Würfel sind gefallen‘, als wenn es nichts mit den Machtverhältnissen in der CDU/CSU und nichts mit ihm selbst zu tun hätte. Da wird Habeck gelobt, er habe ‚verzichtet‘, als habe nicht Baerbock aktiv gewonnen.
Wer Macht will (oder auch nicht), muss sich mit Stärken und Machtmotiven auseinandersetzen – den eigenen wie denen der andern Seite. Und mit den Zuschreibungen des Umfelds. Beides fällt häufig schwer: den einen wegen Selbstüberschätzung, den andern wegen Bescheidenheit… und wegen der starken Klischees im eigenen wie im fremden Kopf.

Macht kann man lernen – und frau auch. Coachings können dabei helfen.

Frauenquote macht Männer besser

Die Quotendebatte für Vorstände ist ein alter Hut; das zeigt die Auseinandersetzung um das neue Führungspositionengesetz II, das eine Mindestbeteiligung von EINER Frau in Vorständen vorschreibt. Diversität als ökonomischer Vorteil für Unternehmen, bessere Zusammenarbeit im Gremium etc., – die Vorteile sind diskutiert und belegt. Ein neues Argument bringt Katharina Wrohlich vom DIW: Homogene Gruppen reproduzieren sich selbst; wer ‚drin‘ ist, wählt die aus, die zu ihm passen. ‚Aber das führt leider nicht dazu, dass immer die am besten qualifizierte Person ausgewählt wird.‘ (Katharina Wrohlich) Studien aus Italien, wo es schon länger strengere Quoten gibt, zeigen: nun muss immer genau begründet werden, warum wer besser geeignet ist im Vorstand oder Aufsichtsrat. Mit dem Erfolg: ‚Es werden also wirklich nur besonders gute Männer genommen- und nicht die, die einfach schon irgendwie bekannt sind.‘ (Berliner Zeitung, 19.1.21). Also, Männer, auf zum Leistungswettbewerb!

Lästern lernen..

Lästern hat einen schlechten Ruf, dabei ist es sozial wichtig: zum Informationsaustausch, um Emotionen rauszulassen und um den Zusammenhalt zu stärken. Wer nicht lästern kann, sollte es lernen: so wie tratschen, small talk etc. Solange es nicht böswillig ist, der Ausgrenzung dient. Ein Beitrag in der ARD bringt weitere wichtige Informationen, u.a. mit Regina Michalik.

Konkurrenz lernen

Konkurrenz ist verpönt – wenn es um Frauen geht, um Frauen, die konkurrieren, insbesondere mit Männern. Dies ist nicht anders, wenn es um prominente Frauen geht und um Parteien. Die Staatssekretärin Chebli kann Konkurrenz und wird entsprechend scharf angegriffen – von ihrer Partei, der SPD Berlin, die sich doch Gleichstellung auf die Fahnen und in die Programme geschrieben hat (siehe Tsp).
Damit muss frau rechnen und damit umgehen – egal ob in der Politik oder Wirtschaft, im Sozial- oder Bildungsbereich. Die kulturellen Unterschiede, dass was frau darf und was nicht und wie mann und frau dann sanktionieren, ist unterschiedlich. Konkurrenz kann man lernen – und sollte frau auch, wenn sie im Job bestehen oder sogar aufsteigen will. Da hilft üben und Selbstreflexion. Wenn nötig auch begleitet – durch Mentor_innen, Supervision, Coaching oder Training.

Krisenphänomene sind normal

‚ Ich weiß nicht, was los ist: mir geht es doch gut!‘ so beginnt zur Zeit häufig die Antwort auf die Frage nach dem derzeitigen Wohlergehen. Angst, Unruhe und depressive Verstimmungen sind ’normal‘; sie dürfen sein, auch wenn die berufliche und wirtschaftliche Existenz relativ gesichert sind und man sich in einem relativ stabilen sozialen Umfeld befindet. ‚Anderen geht es doch viel schlechter!‘, ja, aber es hilft nichts, wenn Sie sich Vorwürfe machen, dass es Ihnen doch eigentlich gut geht, Sie aber dennoch leiden.

Coaching kann Unterstützung bieten – auch wenn eine ‚wirkliche‘ Begegnung noch nicht wieder stattfinden kann oder soll. Online-coaching boomt. ‚Professionell‘ sollte da nicht nur die Technik sein.

 

Social distancing? Nein!

Wir alle halten uns mehr oder weniger daran: Abstand halten. Dabei brauchen wir alle Nähe, mehr oder weniger – aber jetzt um so mehr. Die Tipps von online tools wie sky und ZOOM hin zu ‚Mal Oma und Opa ein Bild‘ sind ja schön und gut; sie passen nur nicht zu allen: denjenigen, die umarmt und gehalten werden wollen, diejenigen, die nicht Oma oder Opa, Vater oder Mutter, Ehefrau, Partner sind oder solche haben. Was hilft dann? Eine jede und jeder muss es für sich herausfinden; und wenn die Angst und Verzweiflungn zu groß wird, von Gefühle uns ‚überrollen‘, helfen vielleicht Techniken wie PEP oder die selbstbestärkenden Sätze, die Sabine Ebersberger und Michael Bohne entwickelt haben.  Hier zur Erklärung, was dahinter steckt.

Einführungsvideo von Dr. Michael Bohne dazu auf YouTube ansehen.

Im übrigen: ’spatial distancing‘, räumliche Distanz nennt Eva Rosenkrantz das, was wir nun haben müssen.

Was ist normal? Emotionsbewältigung in Zeiten von Corona

Während einige bereits in Panik sind, scheinen andere geradezu sorglos durch den Tag zu kommen. Emotionsmanagement lässt sich nur bedingt durch Wissen, Informationen und Argumente beeinflussen. ‚Angst kann helfen, Panik jedoch schadet‚ schreibt die Wissenschaftlerin Elissa Epel im Tagesspiegel vom 23.3.. Was hilft gegen Panik: neben Informationsmangement (reduziertes und bewußtes Sichinformieren) auch, sich die Angst einzugestehen und sie zu akzeptieren. Techniken wie PEP können da helfen; wer es schon mal gemacht hat, kann darauf zurückgreifen. Wer nicht, findet Videos  wie das von Michael Bohne auf Youtube, um sich zu informieren und kontaktiert Coaches.

‚Teamlösung‘ oder ‚wahre Führung‘ – Floskeln der CDU

Da war von Teamlösungen die Rede – um Streit, Konkurrenzen und negative Presse zu verhindern. ‚Chapeau‘ für Friedrich Merz, der klar sagt, was er will: ‚Ich will führen‘. Auch Laschet und Spahn sind kein Team, höchstens Verbündete, um Gegner zu verhindern. Eine Strategie, die berechtigt ist und vielleicht sogar aufgeht. Wer ‚Sieger‘ und ‚Verlierer‘ werden, was in diesem Kampf an sauberen und unsauberen Machtstrategien noch zu beobachten (oder ergründen) sein wird, ist unklar. Die Zahl der  Opfer und Täter bleibt abzuwarten. Führung im Team ist möglich, auch an der Spitze einer Partei. Mann muss es aber erstens wollen, um es dann zweitens zu können. Beides ist nicht gegeben.
Wer wissen will, wie es geht, findet Unterstützung bei uns, in Einzelsupervision oder im modularen Workshoprogramms von conBrio. FIT=Führung im Team 2020

Andrea Nahles – typisch weiblich?

Sicher entsprach Andrea Nahles nicht dem Idealbild der ‚führenden Politikerin‘ – ihr Auftreten, ihre Sprache… Aber gibt es das überhaupt, das ‚Idealbild‘? Weiblich aber mit Willen zur Macht? Charmant aber auch dominant? Kompetent in allen Fragen und doch nicht bedrohlich für die andern? Ein authentisches Image aufzubauen ist ein gefährlicher Seiltanz. Bei allen Fehlern, die ihr (wie jeder und jedem) unterlaufen sind: sie hat es nicht verdient! Bleibt (ausnahmsweise mal mit BILD) zu hoffen, dass Sie sich bewußt ‚als Frau um die 50 typisch weiblich‘ für ein Leben in Freiheit entschieden hat.  Mit weniger Machtkämpfen und Intrigen. (wobei diese durchaus auch in Freiheit zu (er)leben sind).

Wer hat ihn nicht…

‚Ich habe Stress‘ scheint zur alltäglichen Smll-talk-Floskel geworden zu sein. Wer ihn nicht hat, fällt auf. Muss das also so sein? Muss man ’negativen Stress‘ hinnehmen, wie das Wetter, das altern, die Frühjahrsmüdigkeit? Wer strukturelle Stressfaktoren wie die wachsende Stadt, die schrumpfende Firma oder den Stau auf der Stadtautobahn nicht ändern kann, mit ihnen umzugehen oder grundlegende Entscheidungen zu treffen. Wer individuelle Stresssoren wie Präsentationen, Angst vor Neuem oder unsichere Beziehungswelten nicht von heute auf morgen abschaffen kann, tut gut daran, sie ’selbst-zu-managen‘. Hier helfen Techniken wie PEP. Michael Bohne, der ‚PEP-Pabst‘ erklärt im Artikel, was das ist. Ausprobieren können Sie es bei mir.