Lange wurde propagiert, Supervision möge ’neutral‘ sein. Ja, aus Parteipolitik möge sie sich heraushalten. Aber ’neutral‘ ist sie nicht: parteilich für Werte, die transparent gemacht werden.
In diesem Sinne erlaube ich mir, heute eine politische Rede eines Politikers zu kommentieren: Andy Burnham, der britische Premierminister, analysierte die Lage, sprach von Hoffnung und Ehrlichkeit. Und übernahm selbst Verantwortung. Er benannte die Schwachstellen, redete nichts klein, endete aber mit ‚hope in every heart‘. (hier in der Kommentierung des Progressiven Zentrums)
Ein Vorgehen, das nicht nur in der Politik wünschenswert ist: Führung in der Wirtschaft braucht es genauso.
Was oder wer Burnham den Mut dazu gab, ist nicht bekannt. Zu oft umgeben sich Führungskräfte mit Menschen, die ihnen nur zustimmen in dem, was sie immer schon dachten und sagten. Zweifler, Kritikerinnen, Protestierer an der Seite zu haben, ist nötig. Wer sie nicht im Job hat, sollte sie sich extern auswählen: z.B. die Familie, SupervisorInnen und Coaches.